Nicht jedes Hölzchen ist dafür da auch darüber zu springen

Da ich seit der erneuten Diskussion um das Thema Nordumfahrung mehrfach angesprochen wurde, warum ich mich nicht deutlich gegen einen möglichen Bau ausspreche, hier die Antwort.

Mir sind eben aus meinen unterschiedlichen beruflichen Tätigkeiten bestimmte Fakten (u.a. Untersuchungen zur Umweltverträglichkeit, Verkehrszählung und Prognosen) bekannt und ich finde es schäbig, den Menschen, die in dem Neubau von Straßen die Lösung aller Verkehrsprobleme sehen, immer wieder Versprechungen zu machen, die in aller Regelmäßigkeit nicht eingehalten werden.

Zu einer seriösen Politik hätte es gehört, dass Frau Kramp-Karrenbauer und Ministerpräsident Hans einen genauen Zeitplan mit Baubeginn präsentiert hätten. Diente dieser Vorstoß also dazu sich vom Koalitionspartner SPD abzusetzen und einen Weg zu suchen, um aus dem eigenen Umfragetief herauszukommen?

Und jetzt kommt natürlich die ganze Wunschliste aus den Anliegerge-meinden zu Tage. Dreispuriger Ausbau an mehreren Steigungen, neue Ortsumgehungen um nur zwei Punkte zu nennen.

Zum Glück gibt es auch eine Umweltgesetzgebung die Schranken aufzeigt und viele Protagonisten aus der Politik haben von Biodiversitätsschwund und Klimakrise offensichtlich nichts gehört oder nichts verstanden.

Eine verantwortliche Verkehrspolitik sieht anders aus als weiter in den Individualverkehr zu investieren, Landschaft zu verbrauchen und unsere natürlichen Lebensgrundlagen weiter zu gefährden. 

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