Wald

Foto: Thorsten Vernik

Der „grüne Kreis“ Merzig-Wadern trägt diesen Namen aufgrund seines Waldreichtums. Auch die Kreisstadt Merzig verfügt über zahlreiche Waldflächen. Ein Umstand für den wir dankbar sein sollten. Seit jeher ist es ein Anliegen grüner Politik in Merzig, diesen Schatz zu pflegen und zu erhalten. Angesichts des sich immer deutlicher abzeichnenden Klimawandels, gilt es um so mehr sich dieser Thematik anzunehmen. Denn unsere Wälder Sie sind die Lungen unseres Planeten und als CO2-Speicher enorm wichtig, wenn es um Klimaschutz geht !

Wer sich in der Natur unserer Stadt und unseres Kreises bewegt und unsere Wälder über die Jahre im Auge hatte, dem sind die Waldschäden nicht entgangen. Nach Statistik sind nur noch ein Fünftel der Bäume in Deutschlands Wäldern gesund. Zu den klimabedingten Schäden gesellen sich aber auch zunehmend solche, die vermeidbar wären. Immer größere Maschinen arbeiten unter immer ungünstigeren Witterungsbedingungen und verursachen enorme Schäden. Nicht nur optisch ein Problem. Auch der Waldboden leidet enorm unter dieser Belastung und wird über Jahre hinweg nachhaltig geschädigt. Einst gute Ansätze scheinen in Vergessenheit zu geraten. Der allgemeine spürbare Rollback in vielen gesellschaftlichen und umweltrelevanten Bereichen hat unsere Wälder längst erreicht.

Auch der Umgang mit Schadflächen ist teilweise äußerst problematisch. Die Totalräumung mancher Flächen ist kontraproduktiv, verschärft sie doch Austrockungsprozesse und führt zu verminderter Humusbildung. Neue Bäume haben es schwer, Starkregenereignisse jedoch haben leichtes Spiel. Beispiele aus anderen Regionen (Bayerischer Wald, Šumava und andere) haben längst den Beweis angetreten, dass die Natur sich immer noch am besten selbst hilft. Es braucht Zeit, aber es funktioniert. Das zeigen die Ergebnisse deutlich.

Beispiel Nationalpark Šumava: Die Natur kehrt zurück. Foto: Thorsten Vernik

Für ein „weiter so wie bisher“ ist die Zeit längst abgelaufen. Viel eher gilt „es ist allerhöchste Eisenbahn“ das Ruder umzureißen.

Als Kommune gilt es nun vorbildhaft voranzuschreiten und nach höchsten Standards zu arbeiten. Und auch darüber Bereiche aus der Bewirtschaftung herauszunehmen sollte man vermehrt nachdenken. Um zu sichern, was unserem Kreis den Namen gibt! Das Grün!

Was wir selbst an dieser Stelle beispielhaft vorantreiben, können wir dann auch selbstbewusst von anderen einfordern. Es gibt nur einen Planeten. Und wir sitzen alle im selben Boot.

Das Grün des Waldes gab unserem Kreis den Namen Foto: Thorsten Vernik