Zunehmende Verrohung im Umgang mit Natur und Landschaft
Seit Jahren gewinnt man zunehmend den Eindruck, dass das Bekenntnis zum schonenden Umgang mit dem Wald immer mehr verloren geht. Immer größere Maschinen sollen die Kosten reduzieren. Die Spuren im Wald und an den Wegen sprechen eine deutliche Sprache und werden leider nicht in die Bilanz eingerechnet. Wir Grüne wollen eine verantwortliche und vor allem naturnahe Bewirtschaftung des Bürgerwaldes. Der schleichenden Verrohung und Brutalisierung der Waldbehandlung erteilen wir daher eine klare Absage.
Auch die übrige Landschaft ist in weiten Teilen durch intensive Methoden der Landwirtschaft zur lebensfeindlichen Agrarwüste geworden. Durch intensive Landwirtschaft überleben großflächig nur noch wirtschaftlich interessante Kulturpflanzen. Besonders dramatisch sind die Auswirkungen glyphosathaltiger Pestizide, die einen dramatischen Artenschwund verursachen.
Umso wichtiger wären naturnahe Hausgärten mit artenreichen, möglichst heimischen Blühpflanzen. In Ihnen finden viele Insekten Nahrung und Lebensraum zur Arterhaltung. Doch auch hier geht der Trend zum pflegeleichten „Designergarten“ mit Kies- und Schotter flächen und verkünstelten Zypressen und Buchsbäumen. Ödland ! Von Leben keine Spur !
Du kannst jedoch auch selbst einen Beitrag dazu leisten, dem entgegen zu wirken:
■ Dir fallen Missstände im öffentlichen Wald auf ? Dann melde sie den zuständigen Stellen, statt zu schweigen ! Wo sich niemand beschwert, wird sich auch nichts ändern. Öffentlicher Wald ist auch Dein Wald und Du kannst pflegliche Behandlung erwarten.
■ Kaufe bewusst und regional ein ! Fast immer steckt hinter dem Einsatz von Pestiziden und intensiver Landwirtschaft, auch der Kostendruck unter dem der Landwirt leidet. Versuche wo es geht Bio-Produkte zu kaufen oder noch besser Hofläden zu nutzen.
■ Tu etwas für Flora und Fauna Schon ein paar für Bienen und Hummeln attraktive Pflanzen auf dem Balkon oder im Garten helfen. Und von Ysop, Majoran, Thymian und Co. hast auch Du in der Küche etwas. Auch wer keinen Balkon oder Garten hat, kann etwas tun. Werde doch zum Guerilla-Gärtner und begrüne einfach öffentliches „Ödland“ !
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